Demnächst: 30 Jahre Projekt Zukunft Berlin!

Von der digitalen Aufbruchsidee zur dauerhaften Berliner Standortpolitik

Ein persönlicher Rückblick und Ausblick von Michael Pemp

Eine Initiative namens „Projekt Zukunft“ steht vor einer besonderen Aufgabe: Sie muss ihren Namen immer wieder neu einlösen. Was gestern als Zukunftstechnologie galt, gehört morgen zum wirtschaftlichen Alltag. Neue Themen entstehen, Unternehmen verändern sich, politische Prioritäten verschieben sich. Über drei Jahrzehnte hinweg Orientierung zu geben und konkrete Entwicklungen anzustoßen, ist deshalb eine bemerkenswerte Leistung.

Am 15. Juli 1997 beschloss der Berliner Senat die Landesinitiative Projekt Zukunft. Berlin suchte nach neuen wirtschaftlichen Perspektiven und musste die Folgen eines tiefgreifenden Strukturwandels bewältigen. Die Informations- und Kommunikationstechnologien eröffneten Chancen, für die es wissenschaftliche und unternehmerische Stärken gab. Projekt Zukunft sollte helfen, diese Potenziale zusammenzuführen und für die Entwicklung der Stadt nutzbar zu machen. Das dreißigjährige Jubiläum 2027 erinnert an diesen Aufbruch.

Die historische Dokumentation beschreibt den Ausgangspunkt und die Entwicklung der ersten Jahre: https://de.slideshare.net/slideshow/projekt-zukunft-dokumentation-1997-2011/11939317.

Für mich zieht sich durch diese Geschichte ein klarer roter Faden: Aus technischen Möglichkeiten sollten wirtschaftliche Chancen werden. Dafür mussten Menschen zusammenfinden, Infrastruktur erschlossen, Unternehmen sichtbar und Innovationen finanzierbar werden. Diesen Weg durfte ich in der Berliner Wirtschaftsverwaltung über viele Jahre mitgestalten.

Meine Beiträge reichten vom CeBIT-Auftritt 1999 über die Callcenter-Initiative und den Telekommunikationsatlas bis zu Open Source, „log in. berlin.“, dem Deep Tech Award und Pro FIT. Bei diesen Themen übernahm ich jeweils zumindest in der Anfangsphase Projektverantwortung oder begleitete sie fachlich und projektverantwortlich. Zusammen zeigen sie, wie vielfältig die praktische Arbeit an einem digitalen Wirtschaftsstandort ist.

Die Menschen, die aus einer Idee eine Initiative machten

Projekt Zukunft verdankt seine Geschichte Menschen, die Ideen entwickelten, Verantwortung übernahmen und andere für gemeinsame Vorhaben gewannen.

Eva Emenlauer-Blömers war für mich die „Erfinderin“ von Projekt Zukunft und zugleich seine Projektmanagerin im besten Sinne. Sie verband den konzeptionellen Entwurf mit der beharrlichen Arbeit an seiner Umsetzung. Eine Initiative über Ressort-, Branchen- und Institutionsgrenzen hinweg braucht jemanden, der Zusammenhänge erkennt und die Beteiligten immer wieder zusammenbringt. Genau dafür steht Eva Emenlauer-Blömers in meiner Erinnerung.

Ihre zentrale Rolle ist auch in historischen Veröffentlichungen greifbar. Eine Berliner Informationsbroschüre nennt sie als Ansprechpartnerin der Initiative; die Gesamtdokumentation der Jahre 1997 bis 2011 trägt ihren Namen. Historische Informationsbroschüre: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/service-und-organisationseinheiten/wirtschaftsfoerderung/service-center/mdb-freelancer.pdf.

Ingrid Walther war die Ermöglicherin und Führungspersönlichkeit der Initiative. Als Leiterin des zuständigen Referats gab sie der Arbeit institutionellen Rückhalt. In meiner Rückschau bestand ihre besondere Stärke darin, neuen Themen Raum zu geben und ihnen innerhalb der Verwaltung Gewicht zu verschaffen. Bereits ein Bericht aus dem Jahr 2000 beschreibt die unter ihrer Referatsleitung entwickelte Initiative zur Gestaltung des Berliner Strukturwandels. Zeitgenössische Berichterstattung: https://www.welt.de/print-welt/article545251/Projekt-Zukunft-unzufrieden-mit-Verwaltungen.html.

Dr. Wolfgang Both habe ich als Impulsgeber und Mentor für digitale Innovation erlebt. Er verband fachliche Tiefe mit dem Interesse an neuen Anwendungen und ihren Entwicklungsmöglichkeiten. Ein besonders anschauliches Beispiel ist die Berliner Open-Data-Strategie von 2012. Sie nennt ihn als Gesamtprojektleiter aufseiten der Wirtschaftsverwaltung und gemeinsam mit Professorin Ina Schieferdecker als Herausgeber. Hier wurde die Öffnung öffentlicher Daten als technologische, organisatorische und gesellschaftliche Aufgabe bearbeitet. Die Studie ist dokumentiert unter: https://www.fokus.fraunhofer.de/content/dam/fokus/dokumente/dps/studie-paper/nicht_gelistet/FOKUS-DPS_studie_BerlinOpenDataStrategie-2012.pdf.

Diese unterschiedlichen Stärken ergänzten sich. Nicht jede Abstimmung verlief harmonisch. Über Prioritäten, Vorgehensweisen und die Bewertung neuer Entwicklungen wurde auch kontrovers diskutiert. Entscheidend war, dass daraus immer wieder gemeinsame Arbeit entstand. Der Rückblick darf deshalb beides enthalten: die Erinnerung an anspruchsvolle Zusammenarbeit und die Freude darüber, was sie bewirkt hat.

CeBIT und Standortkommunikation als Fenster nach außen

Ein frühes Erinnerungsstück ist der Auftritt von Projekt Zukunft auf der CeBIT 1999. Den damaligen Abendschau-Beitrag habe ich auf meinem YouTube-Kanal zugänglich gemacht. Für mich steht er für die Aufgabe, Berlins digitale Möglichkeiten über die Stadt hinaus bekannt zu machen und Partner für ihre Weiterentwicklung zu gewinnen. Historischer Fernsehbeitrag: https://www.youtube.com/watch?v=TRezZgYSwe8.

Diese Aufgabe wurde mit „log in. berlin.“ systematisch weitergeführt. Die 2012 gestartete Standortkampagne entstand durch die Senatswirtschaftsverwaltung gemeinsam mit Berlin Partner, der Technologiestiftung Berlin, der IHK und dem IT-Branchenverband SIBB. Ich gestaltete sie von Beginn an projektverantwortlich mit.

Der Partnerkreis verdeutlicht den Ansatz: Die Berliner IT-Wirtschaft sollte mit einer gemeinsamen Botschaft auftreten und ihre Kompetenzen gegenüber Fachkräften, Investoren und Unternehmensentscheidern vermitteln. Der Branchenverband medianet dokumentiert die Entstehung der Kampagne: https://www.medianet-bb.de/de/250-partnerunternehmen-fuer-log-in-berlin/.

Meine Beteiligung ist auch im erhaltenen Partnerprofil des Empfehlungsbundes sichtbar: https://www.empfehlungsbund.de/partner_profil/loginberlin/initiative-log-in-berlin-der-senatsverwaltung-fuer-wirtschaft-technologie-und-forschung-in-berlin.

Standortkommunikation war für mich dann überzeugend, wenn sie konkrete Leistungen und Entwicklungsmöglichkeiten vermittelte. Die gemeinsame Präsentation konnte zeigen, wie Unternehmen, Forschung und kreative Kompetenzen am Standort zusammenwirkten.

Der Telekommunikationsatlas machte Standortqualität greifbar

Zur digitalen Wirtschaft gehört eine leistungsfähige Infrastruktur. Ebenso wichtig ist, dass Unternehmen deren Verfügbarkeit erkennen und in ihre Entscheidungen einbeziehen können.

Der Telekommunikationsatlas Berlin von 2004, eines meiner frühen Projekte, setzte genau hier an. Er erschloss Informationen über die Kommunikationsinfrastruktur der Stadt in Texten und Karten. Dazu gehörten Glasfasernetze, DSL-Angebote, WLAN-Dienste und Rechenzentren.

Der Innovationsbericht des Landes Berlin von 2006 würdigte die geodatenbasierte Lösung und verwies auf ihre Vorbildfunktion für einen bundesweiten TK-Atlas. Damit erhielt ein scheinbar nüchternes Informationsangebot eine strategische Bedeutung: Es machte technische Standortbedingungen transparent. Quelle: https://digital.zlb.de/viewer/api/v1/records/15323145_2006/files/media/innobericht2006.pdf.

Rückblickend zeigt dieses Vorhaben, wie konkret Digitalisierungspolitik sein kann. Unternehmen benötigen verlässliche Antworten auf praktische Fragen, bevor sie investieren oder neue Anwendungen entwickeln.

Callcenter und der Aufbau neuer Dienstleistungen

Die Callcenter-Wirtschaft gehörte zu den frühen Branchen, deren Entwicklung ich begleitete. Neue Kommunikationstechnologien eröffneten neue Formen von Dienstleistungen und Beschäftigung. Projekt Zukunft unterstützte die Vernetzung der Branche und die Arbeitsgemeinschaft Berliner Callcenter.

Aus der regionalen Zusammenarbeit entwickelte sich eine dauerhafte Verbandsstruktur: Ende 2008 schloss sich die Arbeitsgemeinschaft Berliner und Brandenburger Call Center mit rund 80 Mitgliedern dem damaligen Call Center Forum Deutschland an. Die Verbandsgeschichte hält diesen Schritt fest: https://cc-verband.de/historie/.

Für mich war dieses Arbeitsfeld ein Beispiel dafür, dass wirtschaftlicher Wandel auch organisatorische Arbeit verlangt. Unternehmen brauchen Austausch und gemeinsame Interessenvertretung. Mit dem technischen Fortschritt verändern sich zugleich die Anforderungen an Qualifikation und Dienstleistungsqualität.

Heute lässt sich daran die Frage anschließen, wie KI-gestützte Kundenkommunikation sinnvoll gestaltet werden kann. Die Technik entwickelt sich weiter; der Anspruch, daraus wirtschaftlichen und menschlichen Nutzen zu schaffen, bleibt.

Offene Technologien als Grundlage eigener Gestaltungskraft

Open Source und offene Standards beschäftigten uns früh. Mir ging es besonders um die Entwicklungsmöglichkeiten der mittelständisch geprägten Berliner IT-Wirtschaft. Unternehmen sollten auf Technologien aufbauen, eigene Lösungen entwickeln und Systeme miteinander verbinden können.

Ein konkreter historischer Bezugspunkt ist das Zukunftsgespräch „Linux oder Microsoft – welche Software braucht die Informationsgesellschaft?“ vom 13. November 2007. Die Projektdokumentation nennt mich als Diskussionsteilnehmer neben Vertretern aus Unternehmen und Forschung. Das Thema verband technische Entscheidungen mit Fragen des Wettbewerbs und der Innovationsfähigkeit. Die Veranstaltung und ihre Besetzung sind auf Seite 78 dokumentiert: https://de.slideshare.net/slideshow/projekt-zukunft-dokumentation-1997-2011/11939317.

Der Landeswettbewerb „Berlins Zukunft ist offen“ führte diesen Ansatz 2011 praktisch weiter. Gesucht wurden Ideen und Praxisbeispiele auf Grundlage von Open Source und Open Standards. Der Aufruf nennt mich als Ansprechpartner der Wirtschaftsverwaltung neben Michael Stamm von der TSB Innovationsagentur Berlin. Quelle: https://www.innovations-report.de/globale-finanzen/foerderungen-preise/landeswettbewerb-ideen-praxisbeispiele-open-source-173176/.

Für mich führt von dieser Arbeit eine klare gedankliche Linie zur digitalen Souveränität. Wer Technologien verantwortlich einsetzen und weiterentwickeln will, braucht Kompetenzen, Wahlmöglichkeiten und offene Anschlussmöglichkeiten. Darin liegen Chancen für Unternehmen ebenso wie für die öffentliche Hand.

Pro FIT verbindet Forschung mit wirtschaftlicher Umsetzung

Eine zentrale Rolle in dieser Entwicklung spielt Pro FIT – das Programm zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien. Mit diesem Förderinstrument bin ich seit vielen Jahren fachlich und projektverantwortlich verbunden.

Pro FIT gehört für mich in den Mittelpunkt des Rückblicks, weil hier der Übergang von einer technischen Idee zu ihrer Umsetzung praktisch unterstützt wird. Das Programm umfasst industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung ebenso wie Produktionsaufbau, Marktvorbereitung und Markteinführung. Abhängig von der Innovationsphase kommen Zuschüsse und Darlehen zum Einsatz. Gefördert werden sowohl Einzelvorhaben als auch Kooperationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

Die Investitionsbank Berlin erläutert das Programm unter: https://www.ibb.de/de/foerderprogramme/pro-fit-projektfinanzierung.html.

Für die Standortentwicklung ist dieser Ansatz bedeutsam. Eine wissenschaftlich interessante Lösung braucht Entwicklungsarbeit, bevor sie sich im betrieblichen Einsatz bewähren kann. Gerade an dieser Stelle müssen fachliche Kompetenz, geeignete Partner und Finanzierung zusammenkommen.

Ein historisches Beispiel ist die Trusted Capital Cloud. Der Senatsbericht von 2013 beschreibt die Berlin Capital Cloud als gemeinsame Initiative von Projekt Zukunft und SIBB unter Beteiligung von Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren Netzwerken. Die Ende 2012 gestartete Trusted Capital Cloud wird darin ausdrücklich als durch die Investitionsbank Berlin gefördertes Pro-FIT-Projekt vorgestellt. So wird das Zusammenspiel von Themenentwicklung, Vernetzung und konkreter Förderung nachvollziehbar. Quelle: https://www.parlament-berlin.de/ados/17/IIIPlen/vorgang/d17-1108.pdf.

Auch mein persönliches Archiv enthält dafür ein anschauliches Fundstück: die von mir erstellte Vorbereitung vom 11. März 2015 für den CeBIT-Besuch der damaligen Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer. Die Unterlage verband das Thema Gebrauchstauglichkeit digitaler Produkte mit dem Projekt UseTree und stellte das Berliner Unternehmen orderbird vor. Dabei verwies sie auch auf dessen Unterstützung durch Pro FIT.

Solche Unterlagen zeigen die praktische Arbeit hinter der Standortpolitik. Forschung, Unternehmensentwicklung und Förderung wurden gemeinsam betrachtet. Meine Zuständigkeit für Pro FIT ist auch auf der offiziellen Ansprechpersonenseite dokumentiert: https://www.berlin.de/projektzukunft/ueber-projekt-zukunft/ansprechpersonen/.

Der Deep Tech Award würdigt technologische Substanz

Mit dem Deep Tech Award kam 2015 ein Instrument hinzu, das technologisch anspruchsvolle Leistungen öffentlich sichtbar machte. Ich war von Beginn an projektverantwortlich beteiligt und wirkte in der Jury mit.

Die erste Preisverleihung fand am 10. Dezember 2015 statt. Ausgezeichnet wurden Sicoya, Senic, Rohde & Schwarz SIT, pikkerton und R3 – Reliable Realtime Radio Communications. Die damalige Presseinformation nennt sowohl die Preisträger als auch meine Jury-Mitwirkung. Sie dokumentiert zudem das Zusammenwirken von SIBB, Business Apps Network und Wirtschaftsverwaltung mit der Kampagne „log in. berlin.“. Quelle: https://www.openpr.de/news/883551/Preistraeger-des-1-Deep-Tech-Award-in-Berlin-gekuert.html.

Der SIBB beschreibt seine Rolle als Gründungspartner und in der Durchführung der frühen Wettbewerbsjahre hier: https://sibb.de/projects/deep-tech-award/.

Der Preis steht für einen wichtigen Anspruch: Technische Entwicklungsleistungen verdienen Aufmerksamkeit, auch wenn ihr Wert nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Im Zusammenspiel mit Instrumenten wie Pro FIT ergibt sich eine überzeugende Perspektive. Förderung unterstützt Entwicklungsvorhaben; ein Wettbewerb kann Leistungen anerkennen und ihre Sichtbarkeit erhöhen. Beides stärkt auf unterschiedliche Weise die Innovationsmöglichkeiten Berlins.

Mit Katrin Tobies ins vierte Jahrzehnt

Zum Jubiläum richtet sich der Blick nach vorn. Katrin Tobies trägt heute Verantwortung für die Steuerung von Projekt Zukunft. Das offizielle Impressum benennt diese Aufgabe ausdrücklich. Mit ihrem Engagement führt sie die Arbeit weiter und schafft gemeinsam mit dem Team und den Partnern die Voraussetzungen für einen guten und erfolgreichen Start ins vierte Jahrzehnt. Offizielle Zuständigkeit: https://www.berlin.de/projektzukunft/ueber-projekt-zukunft/impressum-1635853.php.

Dabei verbindet sich Kontinuität mit neuen Akzenten. Die aktuelle Aufgabenbeschreibung von Projekt Zukunft umfasst die Entwicklung Berlins zu einer innovativen, digitalen, kreativen und nachhaltigen Wirtschaftsmetropole. Vernetzung, Information, Vermarktung und Innovationsförderung bleiben dafür zentrale Arbeitsfelder. Quelle: https://www.berlin.de/sen/wirtschaft/gruenden-und-foerdern/europaeische-strukturfonds/efre-foerderperiode-2021-2027/foerderung/innovationen-in-kmu/.

Ein konkreter neuer Akzent ist die von Projekt Zukunft ausgelobte Kategorie „Women in Tech“ beim Berliner Unternehmerinnenpreis. Katrin Tobies ist dafür als Ansprechpartnerin benannt. Die Sichtbarkeit von Unternehmerinnen und technologischen Leistungen wird hier miteinander verbunden. Quelle: https://www.berlin.de/projektzukunft/wettbewerbe/berliner-unternehmerinnenpreis/.

Für mich liegt darin ein überzeugender Weg: Erfahrungen bewahren und zugleich offen bleiben für neue Akteure, Themen und Formen der Zusammenarbeit. Die Fragen nach technologischer Eigenständigkeit, nachhaltiger Digitalisierung und dem Transfer aus der Forschung bieten dafür reichlich Aufgaben.

Dreißig Jahre sind ein Grund für Stolz und Zuversicht

Wer hätte 1997 vorausgesagt, dass eine Landesinitiative namens Projekt Zukunft dreißig Jahre später den Einstieg in ihr viertes Jahrzehnt vorbereiten würde? Welche Initiative kann auf einen vergleichbaren Weg durch so viele technologische Veränderungen zurückblicken? Diese Fragen machen bewusst, welche Leistung in einer solchen Kontinuität liegt.

Für mich erklärt sich diese Beständigkeit aus der Fähigkeit, neue Themen aufzugreifen und sie mit konkreter Arbeit zu verbinden. Vom Telekommunikationsatlas über offene Technologien bis zu Pro FIT und Deep Tech blieb die Aufgabe erkennbar: Menschen und Kompetenzen so zusammenzubringen, dass daraus Entwicklung entstehen kann.

Mein Dank gilt Eva Emenlauer-Blömers als „Erfinderin“ und Projektmanagerin, Ingrid Walther als Ermöglicherin und Führungspersönlichkeit sowie Dr. Wolfgang Both als Impulsgeber und Mentor digitaler Innovation. Er gilt den zahlreichen weiteren Kolleginnen und Kollegen und allen Partnern, die über die Jahrzehnte zum Gelingen beigetragen haben.

Ich freue mich, Teil dieser Geschichte zu sein und eigene Beiträge geleistet zu haben. Auch wo die Zusammenarbeit kontrovers war, hat sie viel bewirkt. Darauf dürfen wir mit Stolz zurückblicken.

Katrin Tobies, dem gesamten Team und allen Mitwirkenden wünsche ich einen erfolgreichen Start ins vierte Jahrzehnt, weiterhin Neugier und Gestaltungsfreude – und Projekt Zukunft alles Gute für die Zukunft!

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